Workshops

1. Digitale Kompetenzen und evangelisches Profil

(als Präsenzveranstaltung)

Leitung: Prof. Dr. Roland Rosenstock, Lehrstuhlinhaber des Lehrstuhls für Praktische Theologie, Religions- und Medienpädagogik an der Universität Greifswald

Technische und methodische Fragestellungen bestimmten den Schulalltag während der Pandemie. Die Förderung digitaler Kompetenzen bei unseren Schüler*innen ist weit mehr als eine Frage der Lehrplanerfüllung, der Absicherung von Unterricht unter den Bedingungen des Distanzlernens oder gar der Effektivierung von Wissensvermittlung. Digitale Kompetenzen berühren das evangelische Profil unserer Schulen ganz direkt.

Wie verändern digitale Medien unser Bild vom Menschen und von Gott? Wie können wir unseren Anspruch, jedem Kind in seiner Individualität gerecht zu werden, erfüllen, ohne dass die Gemeinschaftlichkeit verloren geht? Welchen pädagogischen und ethischen Herausforderungen wollen wir uns als evangelische Schule stellen?

Diesen und anderen Fragen widmet sich Prof. Dr. R. Rosenstock in seinem Workshop. Daran teilnehmen können pädagogische Fachkräfte aller Schularten.


2. From #hateSpeech to #hopeSpeech – Umgang mit Hass im Netz

(als Präsenzveranstaltung)

Leitung: Kristina Herbst, Projekt NetzTeufel, Projektleiterin DisKursLab 

Das Projekt NetzTeufel hat sich mit einer Analyse auf die Suche nach Hass im Namen des christlichen Glaubens in den Sozialen Medien gemacht. In dem Workshop beschäftigen wir uns mit menschenverachtenden und diskriminierenden Narrativen mit christlichen Begründungsmustern und deren Auswirkungen auf demokratische und menschenfreundliche digitale Räume. Wie kann digitale Zivilcourage im Netz aussehen und was können wir dem Hass entgegensetzen? Es werden verschiedene Handlungsstrategien diskutiert und kreative Umgangsmöglichkeiten gemeinsam praktisch ausprobiert. Dieser Workshop ist ein pädagogisches Modul zum Umgang mit Hass im Netz für Jugendliche, das selbst angewendet werden kann. 


3. Potenziale digitaler Medien für die Gestaltung inklusiver Lernräume

(digital)

Leitung: Birgit Hofmann, Schulstiftung der Evangelisch Lutherischen Landeskirche Sachsens

Die Rede ist immer wieder von digitaler Spaltung. Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie zeigen es besonders deutlich: Kinder und Jugendliche bildungsferner Familien drohen abgehängt zu werden, wenn ihnen der Zugang zu digitaler Technik oder die notwendige Begleitung fehlt. Gerade an evangelischen Schulen ist zurecht die Befürchtung groß, dass ein Zuviel an digitaler Technik zu einer Entfremdung innerhalb der Schulgemeinschaften, zu einer Technisierung des Unterrichts und zu „Entmenschlichung“ insbesondere von Bewertungsprozessen führt. Außerdem könnten wichtige kognitive, soziale und emotionale Entwicklungsschritte vernachlässigt werden, wenn man sich einseitig auf digitale Kompetenzen konzentriert. Der Workshop erarbeitet einen anderen Weg des Umgangs mit Digitalität und lenkt den Blick auf die inklusiven, gemeinschaftsstiftenden, partizipativen und damit demokratischen Potenziale digitaler Medien. Konkret setzen sich die Teilnehmenden damit auseinander, wie unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus dem Distanzlernen eine Lernraumgestaltung gelingen kann, die einen individuellen Zugang zu den Unterrichtsinhalten, individuelle Verarbeitung und Anwendung je nach Entwicklungsstand der Schüler*innen ebenso sichert, wie gemeinschaftliche Lernerlebnisse.


4. Digital gesund?! – MedienUniversum Medienbildung in der Grundschule

(digital)

Leitung: Eva Schwarz (Medienzentrum Greifswald e.V.)

Das Medienzentrum Greifswald e. V. bietet in Zusammenarbeit mit der Universität Greifswald mit dem Online-Portal MedienUniversum und den Apps im Medienplaneten umfassende Lernideen und Unterrichtsmaterialien rund um das Thema Medienkompetenz in der Grundschule an. Die Lernideen im MedienUniversum helfen dabei, dass die Kinder ein Bewusstsein für Gesundheit und Medienumgang entwickeln, indem sie Wissen erwerben, individuelle Erfahrungen reflektieren und beides beim Erarbeiten spannender Medienprodukte anwenden. Der digitale Workshop nimmt Sie mit auf eine Reise durch das MedienUniversum und Sie erfahren, wie eine gesunde Mediennutzung thematisiert und gesundheitsrelevante Themen mediengestützt bearbeitet werden können.

https://medienplanet.de


5. Social Media Update 2020/21: Digitale Lebenswelten im Internet

(digital)

Leitung: Hendrik Odendahl, Digitaltrainer und Medienexperte

TikTok, Instagram, YouTube: Während der Corona-Krise ist die tägliche Online-Zeit unserer Schüler*innen im Durchschnitt von 3h25 auf 4h18 angestiegen. Das hat auch für Lehrkräfte viele Auswirkungen. Aber was ist TikTok und warum ist das Spiel „Fortnite Battle Royale“ für viele Schüler*innen so attraktiv, dass sie alles andere (inkl. ihrer Hausaufgaben) vergessen? Sollten sich Klassenlehrer*innen damit auseinandersetzen, was im WhatsApp-Klassenchat täglich (oder nächtlich) so passiert? Welche Rechte haben Lehrkräfte überhaupt – oder sind ganz einfach die Eltern „an allem“ schuld? Diese Fortbildung gibt einen tiefen Einblick in die digitale Lebenswelt der Schüler*innen – und den Lehrkräften viele Argumente für die alltägliche Diskussion mit diesen und (vor allem) Eltern über digitale Themen an die Hand.


6. Interaktive Aufgabenstellungen mit bewegten Bildern

(digital)

Leitung: Frithjof Nürnberger, Sozial- und Medienpädagoge (M.A.)

In diesem Mitmach-Workshop bekommen Sie Praxisbeispiele vorgestellt, wie sich Unterrichtsinhalte durch filmbezogene interaktive Aufgabenstellungen lebensnah und aktivierend vermitteln lassen – unabhängig davon ob im Online- oder Präsenzunterricht. Sie lernen verschiedene Bewegt-Bild Formate kennen (z. B. Erklärvideos, gruppenbezogene Filmaufgaben trotz Distanz, audiovisuelle Referate usw.) und werden dazu animiert, selbst verschiedene Tools auszuprobieren. Der Workshop soll Mut dazu machen, gewohnte Haus- und Unterrichtsaufgaben so umzudenken, dass Schüler*innen sich die Inhalte mit Freude am Tun durch niederschwelliges filmisches Produzieren selbst erarbeiten und gegenseitig ansprechend präsentieren. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten mit bewegten Bildern lassen sich fachunabhängig einsetzen und, je nach Kontext, flexibel in kreative Aufgabenstellungen verwandeln.

Vorbereitung: mentale Sporthosen anziehen, über den digitalen Schatten springen und für eine stabile Verbindung sorgen.

Voraussetzung: Idealerweise Endgerät mit Kamera und Mikro.


7. Neue Technologien für die Pflege (-bildung)

(digital)

Leitung: Uwe Machleit, Vorstand DEVAP
Referent: Dr. Wilko Heuten, Gruppenleiter für Interaktive Systeme im Bereich Gesundheit, OFFIS-Institut für Informatik

Im Rahmen des Workshops wird kurz die Arbeit des Deutschen Evangelischen Verbandes für Altenarbeit und Pflege e. V., durch Uwe Machleit, Vorstand DEVAP, vorgestellt.

Anschließend stellt Herr Dr. Heuten die Technologien Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) vor und erläutert ihren Nutzen für die Pflege.

Fachkräftemangel und immer komplexere Aufgaben erschweren den Arbeitsalltag in der Pflege. AR und VR  können helfen, Prozesse zu optimieren und Arbeitsabläufe realitätsnah zu trainieren, mit dem Ziel mehr Zeit für die Patienten zu haben. 


8. Digital ist genial: wie digitale Tools das Lehren und Lernen in der Neuen Oberstufe bereichern

(digital)

Leitung: Barbara Stockmeier, Evangelische Schule Berlin Zentrum, Community Architektin, Initiatorin der Neuen Oberstufe Berlin

Wie gelingt es an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum (esbz), dass die Schüler*innen der Jahrgänge 10-13 jahrgangs-und fächerübergreifend erfolgreich in neuen Lernformaten lernen, die ihnen in großen Anteilen selbstorganisiertes Lernen ermöglichen? Der Workshop bietet Einblicke in die Schulorganisation sowie das Lehren und Lernen mit digitalen Tools an der esbz und eröffnet den gemeinsamen Diskurs über Chancen und Grenzen.

http://www.neue-oberstufe.de


9. Weltweit vereint: Digitale Schulvernetzung erfolgreich gestalten

(digital)

Leitung: Annika Kastner, GPENreformation/Kirchenamt der EKD

Schulpartnerschaften, Schülercamps, Lehrkräfteakademien, internationale Konferenzen – es sind Begegnungen, die das globale Bildungsnetzwerk „GPENreformation“ und die internationale Schulzusammenarbeit auszeichnen. Doch wie können Schulen zusammenkommen; wie können interkulturelle Kompetenzen gestärkt; wie kann weltweite Solidarität gelebt werden, wenn Grenzen geschlossen und Reisen unmöglich sind?

In diesem Workshop werden Begegnungsformate und praktische Tools vorgestellt, die digitale, hybride und persönliche Vernetzung von Schulen, Schüler*innen und Lehrkräften ermöglichen. Dabei kommen Bildungsakteure unterschiedlicher Länder zu Wort, die über ihre Erfahrungen berichten und wertvolle Tipps für gelingende Vernetzung geben.

http://www.gpenreformation.net


10. Digitale Bildung von Klein auf

(digital)

Leitung: Uwe Gronert, Schulleiter am Comenius Berufskolleg in Witten

“Ich möchte nicht so viel mit neuen Medien machen, die Kinder sollen lieber draußen spielen und entdecken und kreativ sein.” Erzieherin, 24 J. (nicht untypisch) 

Das Comenius Berufskolleg ist eine Fachschule, an der überwiegend Erzieher*innen ausgebildet werden. Deshalb beschäftigt uns nicht nur die Frage, welchen Beitrag die Digitalisierung zu unserer Schul-, Organisations- und Unterrichtsentwicklung beitragen kann, sondern auch, wie wir als Ausbildungsstätte Kinder, junge Erwachsene  und Eltern für die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereiten und stärken können.

Dabei sprechen wir mittlerweile nicht mehr von Medienerziehung, sondern umfassender von Digitaler Bildung.

In dem Workshop soll aufgezeigt werden, was dieser Begriff konzeptionell meint, aber vor allem wie man Kinder praktisch dafür begeistern kann, sich aktiv mit der neuen Wunderwelt handelnd zu befassen, damit diese verstehend beherrscht wird. 

Vom Roboter zu Scratch, vom Hörspiel zu Garageband, vom Matchen im Bach zur Stroboskopkamera, vom Bilderbuch zum SlowMotion-Video, neue Freundin Alexa, mein erster YouTube-Kanal……

 “Nichts soll grundsätzlich anders werden, aber vieles durch Medien vielleicht ein wenig interessanter und be-greifbarer…” U. Gronert, 65 J. (nicht typisch)